Münchner Praxis-Realität 2026
Münchner Hausarztpraxen haben laut KVB-Zahlen einen Privatpatienten-Anteil zwischen 14 % und 32 % — deutlich über dem Bundesschnitt von 11 %. Privatpatientinnen rufen seltener, erwarten dafür aber persönliche Erreichbarkeit und schnelle Terminvergabe. Eine 12-minütige Warteschleife ist hier kein „kleines Ärgernis" — sie ist ein Wechselgrund.
Gleichzeitig hat München die höchste Hausarztpraxen-Dichte Deutschlands (ca. 0,9 Hausarztpraxen pro 1.000 Einwohner). Patientinnen, die nicht durchkommen, wechseln nicht nach drei Monaten — sie wechseln am selben Tag.
Die KV Bayern (KVB) hat klar definierte Regeln für die telefonische Erreichbarkeit von Vertragsärzten (Bereitschaftsdienst, Notdienstzentrale 116117). Ein KI-Assistent darf diese Verpflichtungen nicht ersetzen — er ergänzt sie für Routineanrufe.
Was der Assistent in München konkret übernimmt
Termine, Folgerezepte (als Aufgabe ans PVS, nicht eigenständig), Krankschreibungs-Anfragen, Adress- und Öffnungszeitenauskünfte, Praxis-Sommerschließungen, Vertretungsinformationen. Privatpatienten werden anhand der Anrufer-ID, falls hinterlegt, vorpriorisiert — ohne Diskriminierung gesetzlich Versicherter, aber mit kürzerer Anredezeit für Stammpatienten mit aktiven Behandlungen.
Was der Assistent nicht macht: medizinische Triage. Akute Beschwerden gehen an MFA oder direkt an die 116117-Empfehlung. Das ist heilberuflich richtig — und reduziert Haftungsrisiken Ihrer Praxis erheblich.
DSGVO + Bayerisches Datenschutzgesetz
Bayern hat mit dem Bayerischen Datenschutzgesetz und dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) eigene Vollzugsregeln. Das BayLDA hat öffentlich Cloud-Sprachverarbeitung in Heilberufen als zulässig bestätigt, sofern: Verarbeitung in der EU, vollständig dokumentierte AVV, TOM nach Stand der Technik, Anrufmitschnitte nur mit ausdrücklicher Einwilligung.
BHOMY verarbeitet alle Münchner Praxis-Daten in EU-Rechenzentren (Frankfurt/Paris), bietet AVV mit Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 3 StGB, und speichert standardmäßig keine Audio-Mitschnitte — nur strukturierte Anrufzusammenfassungen.
Häufige Fragen aus München
Können wir Privatpatienten anders behandeln lassen?+
Der Assistent kann anhand hinterlegter Telefonnummern (z. B. Stammpatienten-Liste) eine kürzere Anrede und schnellere Terminoptionen anbieten. Eine Bevorzugung bei medizinisch akuten Anliegen ist heilberufsrechtlich nicht zulässig und wird vom System ausdrücklich nicht unterstützt.
Funktioniert die Integration mit Medatixx, T2med und CGM?+
Ja, für alle drei. BHOMY schreibt Anrufzusammenfassungen über die jeweilige API (oder bei CGM über CGM CONNECT) als Aufgabe in der Patientenakte. Termine können direkt in den Kalender geschrieben werden, sofern Ihre PVS eine Termin-API freischaltet — bei Medatixx und T2med inklusive, bei CGM auf Anfrage.
Wie wird mit Patienten umgegangen, die Bairisch sprechen?+
Der STT-Layer ist auf Standarddeutsch trainiert, versteht aber bairische und österreichische Dialektfärbungen sicher. Bei sehr starkem Dialekt übergibt der Assistent an eine MFA, statt zu raten — das ist sicherer für die Praxis und für die Patientin.
Was kostet das für eine Münchner Praxis?+
Für eine Münchner Praxis mit 2-4 Behandlern liegt der Tarif zwischen 349 € und 699 € netto / Monat — etwas über dem Berliner Durchschnitt, weil die typische Anrufmenge pro Behandler höher ist. Setup ohne Gebühr, Mindestlaufzeit 3 Monate.
Können wir den Assistenten nur abends und am Wochenende laufen lassen?+
Ja. Der Assistent kann auf reine Außerhalb-der-Sprechzeiten-Nutzung konfiguriert werden, übernimmt also nur Anrufe nach 18:00 Uhr und am Wochenende. In München ist das die häufigste Konfiguration für Praxen, die tagsüber genug MFA-Kapazität haben.
Für eine Praxis in München startklar?
Wir konfigurieren BHOMY auf Ihre Münchener Praxis, Ihre PVS und Ihre Telefoninfrastruktur. Onboarding üblicherweise innerhalb von 5-10 Werktagen.
Weitere Standorte für Arztpraxen
Inhaltlich zuletzt überprüft am 2026-05-03.