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Glossar

Function Calling / Tool Use

LLM-Fähigkeit, strukturierte Funktions­aufrufe statt Freitext zu erzeugen (z. B. bookAppointment(dienstag, 10:00)). Grundlage zuverlässiger PVS-/CRM-Anbindung im Telefonkontext.

Function-Calling beschreibt die Fähigkeit eines Large Language Models, statt eines Freitext-Antwort einen strukturierten Aufruf einer vordefinierten Funktion zu erzeugen — etwa "termin_buchen(datum, uhrzeit, behandlung)". Für einen KI-Telefonassistenten ist das der zentrale Mechanismus, über den natürliche Sprache in deterministische Backend-Aktionen übersetzt wird.

Im Voice-AI-Stack registriert man Tools (CRM-Lookup, Kalender-Slot-Abfrage, Ticket-Anlage, Zahlungslink-Versand) mit JSON-Schema. Das Modell wählt zur Laufzeit, welches Tool wann aufgerufen wird, und die Anwendung führt den Aufruf gegen die echte API aus. Ergebnisse fließen als Tool-Result zurück ins Gespräch.

Operative Härtungspunkte: striktes Parameter-Schema mit Pflichtfeldern und Enums, Whitelisting erlaubter Funktionen pro Use-Case, Idempotenz-Keys für mutierende Aufrufe und ein Audit-Log jeder Tool-Invocation. Ohne diese Guardrails wird Function-Calling zur Angriffsfläche für Prompt-Injection.

FAQ
Wann sollte ich Function-Calling statt eines Webhooks nutzen?
Function-Calling ist die Innenschicht: Das Modell entscheidet im Gespräch, was passieren soll. Webhooks sind die Außenschicht: das fertige Ergebnis verlässt das System. Beides ergänzt sich.
Halluziniert das Modell Parameter?
Mit einem strengen JSON-Schema und required-Feldern verweigert das Modell den Aufruf statt erfundene Werte zu liefern. Zusätzlich sollte die Anwendung jeden Parameter serverseitig validieren.
Vertiefen in der Dokumentation

Nächster Schritt

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