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Glossar

Realtime API

Streaming-Schnittstellen (z. B. OpenAI Realtime, Google Live API), die Audio direkt verarbeiten — ohne Zwischenschritte STT→Text→TTS. Reduziert Latenz auf <500 ms.

Realtime-API bezeichnet einen Server-zu-Server-Stream, über den Sprach-Eingang in Echtzeit an ein Sprachmodell gestreamt und Audio-Ausgang direkt zurückgespielt wird — typischerweise per WebSocket, WebRTC oder gRPC bidirektional. Im Vergleich zum klassischen STT → LLM → TTS-Pipeline-Ansatz schneidet eine Realtime-API mehrere hundert Millisekunden Latenz ab.

Architektonisch ändert das den Gesprächsstil: kürzere Pausen, natürlicheres Turn-Taking, deutlich besseres Barge-In. Voraussetzung ist eine medienseitige Anbindung zur Telefonie (SIP-Trunk → RTP-Bridge → Realtime-API) und ein Tool-Layer, der Function-Calls genauso latenzarm ausführt wie die Audio-Pipeline selbst.

Operative Risiken: höhere Kosten pro Minute, abrupte Modell-Updates auf Anbieterseite und schwierigere Debugging-Pfade (kein klar getrennter Transkript-Schritt). Belastbare Setups zeichnen Audio, ein Transkript-Snapshot und Tool-Aufrufe parallel auf, damit Vorfälle reproduzierbar bleiben.

FAQ
Lohnt sich Realtime-API für jeden Use-Case?
Für anspruchsvolle Dialoge (Sales-Outbound, sensible Support-Fälle, Branche mit Erwartung an menschliche Sprache) klar ja. Für reine Terminbuchung reicht oft ein klassischer Pipeline-Stack mit guter Latenz-Optimierung.
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